Die DIN EN ISO 9000 Richtlinien: Eine kurze Übersicht
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Die ISO (International Organization for Standardization) ist eine nichtstaatliche Organisation, dessen Ziel es ist, internationale Standards zu definieren, um den Austausch von Produkten und Dienstleistungen zu vereinfachen. Dabei ist die Normenreihe DIN EN ISO 9000:2000 für die Betrachtung des Gebiets der Qualitätsmanagementmodellen sowie -prozessen wesentlich. Sie liefert zudem ein strukturiertes Rahmenwerk zur Qualitätssicherung und enthält Empfehlungen, wonach betriebliche Abläufe idealtypisch geregelt werden. Heute sind bereits weltweit mehr als 400.000 Unternehmen nach ISO 9000 zertifiziert, so dass die Bedeutung dieser Normenreihe in der Praxis als sehr hoch eingestuft werden kann. Dabei orientieren sich die Qualitätsmanagementnormen der ISO 9000:2000 an den Kernprozessen, mit dem Ziel prozessorientierte Unternehmensorganisation zu fördern.
Die Normenreihe legt zudem die internationalen Forderungen an die Gestaltung von Qualitätsmanagementsystemen fest und auch die Grundlage für die Erteilung von Zertifikaten. Grundlage ist ein Prozessmodell, welches die Bestandteile eines Qualitätsmanagementsystems in einen strukturellen Zusammenhang bringt.
Der wichtigste Regelkreis des Prozessmodells geht über das Unternehmen hinaus und schließt den Kunden bzw. alle Interessenparteien mit ein (äußere Kreis). Das Management legt fest, welcher Kundenkreis mit den Unternehmensleistungen bedient werden soll. Die Forderungen der so definierten Zielgruppen ergeben die wesentlichen Vorgaben für die unternehmensspezifischen (Kern-)Prozesse. Die Verantwortung der Leitung soll gewährleisten, dass die Organisation die Fähigkeit besitzt, die Kunden zufrieden zu stellen. Dies ist durch einen effizienten Ablauf der Realisierungs- und Unterstützungsprozesse möglich. Die Güte dieser Kernprozesse bestimmt die Zufriedenheit der Interessenpartner. Diese Zufriedenheit wird von den Analyseprozessen des Qualitätsmanagementsystems kontinuierlich und systematisch erfasst und an das Management berichtet. Resultierende Korrekturmaßnahmen zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit und zur Erhöhung der Wirksamkeit des Qualitätsmanagementsystems stoßen einen erneuten Durchlauf des Regelkreises an. Anschließend erfolgt eine kontinuierliche Verbesserung.

Der innere Regelkreis symbolisiert hingegen den Zusammenhang der von der Normenreihe gewählten Gruppierung der Forderungen an Qualitätsmanagementsysteme. Managementprozesse steuern unter Förderung der internen Kommunikation das gesamte System. Darüber hinaus stellt das Management alle erforderlichen Mittel für den reibungslosen Ablauf der Kernprozesse (Produktrealisierung) zur Verfügung. Dazu gehören ausreichend qualifiziertes und motiviertes Personal, Produktionsmittel und eine angemessene Arbeitsumgebung. Mit diesen Mitteln werden die Kernprozesse entsprechend der Kundenforderungen realisiert. Alle Teilprozesse werden durch messende und überwachende Tätigkeiten unterstützt. Aus Datenanalysen leiten sich dann Verbesserungen für die einzelnen Teilprozesse und verdichtete Informationen für das Management zur Lenkung der gesamten Kernprozesse und zur Verbesserung des Gesamtsystems ab. Die Anforderungen der ISO 9000 Normenreihe an Qualität sind ausschließlich allgemeingültig, so dass jedem Unternehmen genügend Freiraum zur Gestaltung des Systems bewahrt bleibt.
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